{"id":100834,"date":"2026-10-14T09:00:00","date_gmt":"2026-10-14T09:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.s1trail.com\/segreto-del-carso-6-granicari\/"},"modified":"2026-10-14T11:34:39","modified_gmt":"2026-10-14T11:34:39","slug":"segreto-del-carso-6-granicari","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.s1trail.com\/de\/segreto-del-carso-6-granicari\/","title":{"rendered":"Der Pfad der Grenzsoldaten"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"wp-block-heading\">Wo die Strecke Italien verl\u00e4sst<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinter Jamiano verlassen die Strecken der S1 TransKarst Ultra und der S1 Bora Ultra den CAI 075 und wechseln auf den CAI 079, den Sentiero Abramo Schmid. Er verl\u00e4uft entlang der Grenze zu Slowenien bis zum Monte Kremenjak, 235\u2013236 m, und zur Quota 219\/\u0160pik. Von dort geht es auf slowenischer Seite hinunter, wieder hinauf nach Sela na Krasu \u2014 dort liegt die Verpflegungsstelle \u2014 und durch die W\u00e4lder entlang der Grenze zur\u00fcck nach Italien. Auf diesem Abschnitt wechselt die Strecke zweimal das Land, ohne dass jemand nach Papieren fragt.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-src=\"https:\/\/www.s1trail.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/segreto-6-granicari-sentiero-di-confine.jpg\" alt=\"Ein L\u00e4ufer auf dem Grenzpfad, dahinter die Ebene und das Meer bei Monfalcone\" class=\"wp-image-100836 lazyload\"><noscript><img decoding=\"async\" width=\"1600\" height=\"900\" src=\"https:\/\/www.s1trail.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/segreto-6-granicari-sentiero-di-confine.jpg\" alt=\"Ein L\u00e4ufer auf dem Grenzpfad, dahinter die Ebene und das Meer bei Monfalcone\" class=\"wp-image-100836\" srcset=\"https:\/\/www.s1trail.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/segreto-6-granicari-sentiero-di-confine.jpg 1600w, https:\/\/www.s1trail.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/segreto-6-granicari-sentiero-di-confine-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.s1trail.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/segreto-6-granicari-sentiero-di-confine-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.s1trail.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/segreto-6-granicari-sentiero-di-confine-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.s1trail.com\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/segreto-6-granicari-sentiero-di-confine-18x10.jpg 18w\" sizes=\"(max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/><\/noscript><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Grenzpfad auf dem Kamm: darunter die Ebene und das Meer bei Monfalcone.<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis Ende 2007 kam hier niemand durch.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wer hier vorher Dienst hatte<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Grani\u010dari<\/em> hie\u00dfen die Grenzsoldaten der jugoslawischen Armee. Die Linie, die heute gelaufen wird, ist genau jene, die sie bewachten: die Grenze zwischen Italien und Jugoslawien, nach dem Krieg gezogen und mit den Abkommen der f\u00fcnfziger und siebziger Jahre endg\u00fcltig festgelegt. Es war keine Grenze wie jede andere \u2014 hier ber\u00fchrten sich die beiden H\u00e4lften eines geteilten Europas tats\u00e4chlich, und bewacht wurde sie Tag und Nacht.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Sentiero Abramo Schmid wurde nicht zum Wandern angelegt, sondern zum Patrouillieren. Die Grenze sollte auf ganzer L\u00e4nge einsehbar bleiben, und dieser Aufgabe verdankt er seinen Spitznamen \u00absentiero del cordolo\u00bb: schmal und erh\u00f6ht wie eine Bordsteinkante. Ein Pfad, der genau dem Kamm folgt, erlaubt den Blick von oben: Man sieht, wer heraufkommt, und jeder Posten liegt in Sichtweite des n\u00e4chsten. Man kam mit Erlaubnis hin\u00fcber oder gar nicht. Wer es nachts versuchte, abseits der \u00dcberg\u00e4nge, wusste, was auf dem Spiel stand.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was geblieben ist<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geblieben sind die Grenzsteine und Reste von Stellungen \u2014 unterhalb des Gipfels auch eine Kaverne aus dem Krieg \u2014 und geblieben sind die Pfade, die noch da waren, als ihre Aufgabe weggefallen war. Slowenien ist 2004 der Europ\u00e4ischen Union beigetreten und Ende 2007 dem Schengen-Raum: Seitdem ist die Grenze auf diesem Kamm eine Linie auf der Karte und eine Reihe von Steinen im Wald.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sela na Krasu ist ein kleiner Ort in der Gemeinde Miren-Kostanjevica. Dort liegt die Verpflegungsstelle, bei Kilometer 88,6 der S1 Bora Ultra. Vor 1991 war das Jugoslawien.<\/p>\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Warum uns das wichtig ist<\/h2>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die langen Strecken der Corsa della Bora \u00fcberqueren die Grenze freiwillig, nicht aus Notwendigkeit: Sie k\u00f6nnten in Italien bleiben und dieselben Kilometer zur\u00fccklegen. Aber ein Lauf, der am Golf von Triest startet und ohne Unterbrechung auf die andere Seite f\u00fchrt, erz\u00e4hlt besser als jeder Slogan, was sich hier in einer Generation ver\u00e4ndert hat.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dove il percorso esce dall\u2019Italia Dopo Jamiano, la S1 TransKarst Ultra e la S1 Bora Ultra lasciano il CAI 075 e imboccano il CAI 079, il Sentiero Abramo Schmid. Corre lungo il confine con la Slovenia fino al Monte Kremenjak, 235-236 metri, e alla Quota 219\/\u0160pik. 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